Auf eine Tasse Tee

Die Stille ist nicht leer. Sie ist voller Antworten.
Bild: Monika Schweitzer | grafik & design by kiss

Teebeutel Weisheiten

Darf ich Sie zu einer Tasse Tee einladen? Ein paar Minuten Achtsamkeit im Hier und Jetzt. Oft kommt unser Stress ja daher, dass wir unser Nervensystem viel zu selten runter fahren. 

Wo nichts mehr geht, fängt alles an

Ein Professor wanderte weit in die Berge, um einen berühmten Zen-Mönch zu besuchen. Als der Professor ihn gefunden hatte, stellte er sich höflich vor, nannte alle seine akademischen Titel und bat um Belehrung. "Möchten Sie Tee?" fragte der Mönch. "Ja, gern", sagte der Professor.

 

Der alte Mönch schenkte Tee ein. Die Tasse war voll, aber der Mönch schenkte weiter ein, bis der Tee überfloss und über den Tisch auf den Boden tropfte. "Genug!" rief der Professor. "Sehen Sie nicht, dass die Tasse schon voll ist? Es geht nichts mehr hinein." Der Mönch antwortete: "Genau wie diese Tasse sind auch Sie voll von Ihrem Wissen und Ihren Vorurteilen. Um Neues zu lernen, müssen Sie erst Ihre Tasse leeren."

Wer sich leer fühlt, hat eine einmalige Chance

In seiner Anspruchshaltung denkt der Mensch, dass es auf jede Frage eine Antwort geben muss. Das World Wide Web ist voll davon. Wir sammeln rund um die Uhr Informationen und speichern sie schnell ab, um sie dann irgendwann - Sie wissen schon. Wer sich heute nicht bewusst für Momente innerer Ordnung entscheidet, muss diese nicht erleben. Ablenkung gibt es in Hülle und Fülle. Wir fließen über vor lauter Anregungen, während der Verstand damit beschäftigt ist, diese fortwährend zu vergleichen. Was dabei auf der Strecke bleibt sind die leisen Antworten, die wir in uns selbst finden können - wenn wir die Stille zulassen.

Fragen zur Selbstreflexion

Wann ist es für mich genug? Welche Fragen führen mich zu dem, was Ich wirklich brauche? Wie möchte Ich meinen inneren Dialog führen?

Einatmen, ausatmen

Mehr passiert jetzt nicht mehr. Lassen Sie uns nur noch kurz den eigenen Atem betrachten und die Tasse Tee gemeinsam trinken. Wie wunderbar, was unser Körper so selbstständig für uns zu tun bereit ist. Vielleicht etwas aufrechter hinsetzen, Augen schließen. Unsere Aufmerksamkeit bleibt beim Atem, wir spüren in den Körper hinein. Alle äußeren Eindrücke rücken in den Hintergrund, im Inneren macht sich wohlige Wärme breit. 

Ich bin in mir zu Hause.

Wer Zeit zur Stille findet, stärkt seine Fähigkeit, die Ruhe nicht zu verlieren.

Ernst Ferstl

Marion Lampert-Gruber

Schwalbenweg 9

32760 Detmold

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