Jeder hängt mal durch: Kopf hoch!

Die Hängebrücken - Strategie

Manchmal passieren Dinge in unserem Leben, mit denen wir nicht gerechnet haben und die uns ziemlich überfordern. Jemand legt uns Steine in den Weg, sodass schwierige Aufgaben noch schwerer erscheinen. Oder wir erleben einen Verlust, der uns den Boden unter den Füßen weg zieht. Und während wir uns noch auf der einen Seite inneren Konflikten stellen müssen, liegen auf der anderen Seite schon neue Herausforderungen, die gemeistert werden wollen. Der Weg fühlt sich an, wie die berühmte Hängebrücke über einen wilden Fluss: sehr wackelig und scheinbar ohne Halt. Da macht sich schnell Panik breit und es besteht die Gefahr, dass wir den Mut verlieren.

 

Furchtlosigkeit heißt, sich völlig für den jetzigen Augenblick zu öffnen.

 

Blick nach Vorne

Zunächst bauen wir eine innere Haltung mit dem Körper auf: Gerader Rücken, Blick nach vorne - Schultern locker, fester Stand in den Füßen - so richten wir unser Gleichgewicht nach der Mitte aus. Wenn man den Blick auf einen gezielten Punkt vor sich fixiert und den Kopf mitnimmt, können sogar mehrere Drehungen gelingen, ohne dass es einem schwindelig wird. Das ist ein alter Trick aus dem Ballett, mit dem Tänzer ihre Pirouetten meistern. Mental bedeutet das: wir fokussieren uns auf ein Ziel, die Aufgabe, den nächsten "Meilenstein" auf unserem Weg. Damit machen wir uns klar, was uns wirklich wichtig ist. Wir setzen Prioritäten und lassen los, was nur zusätzlich belastet. Nun haben wir beide Hände frei.

Halte dich fest

Links und rechts verlaufen starke Seile an der Hängebrücke. Auch wenn der Boden wackelig erscheint, an ihnen können wir uns festhalten. Im übertragenen Sinne sind das unsere Werte, die in solchen Phasen zum Tragen kommen. Wenn wir uns daran orientieren, können uns die "Ströme des Lebens" nicht aus der Bahn werfen. "Sei hart in der Sache aber weich zu den Menschen." Nach diesem Prinzip bleibe ich respektvoll, ohne mir alles gefallen zu lassen. 

Schau nicht runter

Der Blick nach unten irritiert unser Gleichgewicht. Der Kopf neigt sich, der Körper folgt dem nach und wir geraten ins Straucheln. Jetzt bricht Panik aus. Wir sollten lieber vermeiden, unsere Ängste zusätzlich zu schüren, indem wir uns ständig vor Augen halten, was alles passieren könnte. Da geht das Drama so richtig los und wir kommen nicht weiter. Tief durchatmen: Es gibt ja die Brücke, nur Mut - auch das geht vorbei!

 

Leben ist Brückenschlagen über Ströme, die vergehen.

Gottfried Benn

 

Geh' Schritt für Schritt

Also: Immer einen Schritt nach dem anderen! Erledigt man bewusst, was gerade "vor der Nase liegt", ohne sich in zu vielen Vorstellungen zu verfangen, gewinnt man mit jedem Meter Sicherheit und Stärke. Idealerweise widersteht man der Versuchung, ständig zurück zu schauen. Der Fokus liegt auf den Dingen, die jetzt erledigt werden können. Auf der sicheren Seite angekommen kann man getrost zurückblicken, sich mit noch offenen Konflikten auseinander setzen und mehr denn je der eigenen Kraft vertrauen. Und obwohl letztendlich jeder Mensch für sich alleine geht, gibt es doch Freunde, die dicht folgen oder schon auf der anderen Seite jubelnd warten: "Du schaffst das!" 

 

Marion Lampert-Gruber

Paderborner Straße 6

32760 Detmold

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