Was Hingabe bedeutet

Los - gelöst

Sicher konnten Sie schon einmal ein Kind beim Spielen oder Malen beobachten, wenn es völlig in seiner Welt war. "Losgelöst" nannte das eine Klientin im letzten Gespräch und bekam strahlenden Augen. Und genau um dieses innere Strahlen geht es. Wenn wir mit dem was wir tun einverstanden sind, es einfach tun in diesem Moment, weil wir uns dieser Aufgabe angenommen haben - dann sind wir losgelöst von komplizierten Gedanken und Bewertungen. Hingabe ist also die innere Einstellung, mit der wir an eine Aufgabe heran gehen. Es geht darum, etwas ganz zu tun - ohne dass die Gedanken dabei ständig abschweifen, bewerten und hinterfragen. Mit Hingabe ist die Energie auf einen Punkt fokussiert - egal, was man gerade tut. Wer sich in Hingabe übt, der merkt, wie die quälenden Gedanken bei auch unbeliebten Arbeiten ausbleiben. Auch hierzu habe ich eine kleine Geschichte gefunden:

Einverständnis

Die Jungen gingen zum Weisen des Dorfes und fragten ihn, was Hingabe bedeutet. Entgegen seiner sonstigen, so bedächtigen Art antwortete er dieses Mal sehr deutlich, ja fast impulsiv. "Macht einfach die Augen auf, schaut, staunt, zeigt Interesse. Die Natur macht es Euch vor. Hingabe bedeutet: Einverstanden sein. 


Meist sind wir nur bereit, uns dann hinzugeben, wenn die Dinge so laufen, wie wir sie gerne hätten. Wo ist da das Einverständnis mit dem, was ist? Gegenüber den Pflanzen, die da wachsen müssen, wo der Same zufällig hinfällt, haben wir als Menschen die freie Wahl, unser Lebensumfeld selbst zu schaffen und zu gestalten. Seien wir dankbar dafür. 
Unsere Lebenssituation spiegelt genau das, was wir erzeugt haben. Sind wir damit nicht einverstanden, so lehnen wir unsere eigene Schöpfung ab. Widerstand erhält die Dinge. Nehmen wir das an, was ist, erst dann wird Veränderung überhaupt erst möglich.


Hingabe hat auch etwas mit Vertrauen zu tun, Vertrauen darauf, dass sich vieles ändern wird, sobald wir uns der aktuellen Situation hingeben. Und denkt immer daran, dass Ihr sie selbst erschaffen habt - auch, wenn es Euch nicht bewusst sein mag. 
Im tiefsten Grunde unseres Herzens haben wir alle ziemliche Angst vor Veränderung, weil uns das Vertrauen fehlt. Wenn wir lernen, die Dinge so anzunehmen, wie sie sind, werden wir feststellen, dass sie sich immer wieder zum Besten verändern. Das erzeugt zunehmendes Vertrauen." Dann schwieg er. 

Wandlung und Konsequenz

Es geht um unser Ja. Wenn wir eine Aufgabe übernehmen, dann ohne wenn und aber. Dadurch sparen wir Energie. Perfektionismus kann in Hingabe gewandelt werden. So komme ich von außen nach innen. In vielen beruflichen und privaten Zusammenhängen, vermeiden wir so Überforderung und erweitern sogar unseren Handlungsspielraum. Ehrlich mit uns selbst, können wir das Machbare klarer erkennen. Probieren Sie es aus! 

 

Ich tue alles ganz

 

langsam,

 

ruhig und gelassen,

 

konzentriert und

 

fokussiert,

 

eines nach dem anderen,

 

in genau der Zeit,

 

die es braucht.

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Marion Lampert-Gruber

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