Die Rezession

Eine Geschichte von Reichtum, Fülle und machtvollen Überzeugungen

 

Kostenlose Bilder - Pixabay

Es war einmal ein italienischer Eisverkäufer, der nichts mehr liebte, als immer neue Eissorten zu kreieren. Und nichts freute ihn so sehr, wie die strahlenden Gesichter seiner kleinen und großen Kunden beim Eisessen. Er war bekannt für das beste Eis und konnte den höchsten Preis der ganzen Gegend erzielen. Seine Geschäfte liefen so gut, dass er sogar überlegte einen Kredit aufzunehmen, eine Terrasse zu eröffnen und eine Bedienung einzustellen. "Der Fluss des Lebens hat genug Reichtum für uns alle", da war er ganz sicher.

Vorher wollte er aber doch erst den Rat seiner Tochter einholen, denn diese studierte Betriebswirtschaft und machte ein Praktikum an der Börse. Die Tochter warnte den Vater, der weder Fernseher noch Radio hatte und auch nur selten Zeitung las: "Eine Rezession wird kommen, die Zeiten werden hart. Du solltest jetzt kein Risiko eingehen und dich auf magere Jahre vorbereiten. Das hört man jetzt überall und auch meine Professoren sprechen immer öfter davon. Man spürt es auch an der Börse!"

Der Vater war nun froh, mit seiner Tochter gesprochen zu haben. Vielleicht konnte der Fluss des Lebens ja doch versiegen, wenn die Zeiten sich so änderten. Er stellte seine Investitionen zurück und begann sich dem bevorstehenden Mangel anzupassen. Zunächst sparte er an den Materialkosten und hatte deutlich weniger spezielle Eissorten im Sortiment. Die zuvor vom Bäcker handgemachten Waffeln ersetzte er durch Industrieware. Mehr und mehr verlor er die Begeisterung für seine Arbeit und er sprach immer öfter mit der Kundschaft von seinen Sorgen, anstatt von der Sonne Italiens.

Die Rezession traf den Eisverkäufer mit voller Wucht. Immer weniger Kunden kamen und seine Umsätze gingen rapide zurück. Schließlich musste er seinen Laden schließen und kam gerade noch mit einem geringen Verlust davon. Da sprach er zu seiner Tochter: "Danke für deine Warnung. Wir stecken mitten in einer großen Wirtschaftskrise. Ohne dich würde ich jetzt auf einem Kredit sitzen und vielleicht hätten wir sogar unser Haus verloren." 

Fazit:

Manchmal ist es besser, sich nicht mit zu vielen Negativ-Schlagzeilen zu belasten. Wenn wir den Mut haben, den eigenen Weg mit Begeisterung, Überzeugung und maximalem Einsatz zu gehen, dann sind Glück, Erfolg und Erfüllung gerne die Begleiterscheinungen. Wer zudem seinen "guten Glauben gegen besseres Wissen" eintauschen möchte, dem wird die Blog Parade von Anette Weiß gefallen, an der auch dieser Beitrag gerade teil nimmt. 

Sie möchten zu meiner Geschichte etwas anmerken? Dann freue ich mich, wenn Sie wie immer unten Ihren Kommentar eingeben!


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Kommentare: 4
  • #1

    Thomas Rihm (Dienstag, 25 März 2014 11:47)

    Ob sich ein Weg lohnt, erkennst du erst, wenn du losgegangen bist. Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst. Man sollte nicht an dem zweifeln, was man tut, sondern darüber nachdenken, was man will. Ohne Angst vor dem, was daraus werden könnte. Einfach geschehen lassen.
    Nichts muss so sein, nur weil es immer so gewesen ist, es geht auch anders ...

  • #2

    Karin Wess (Mittwoch, 26 März 2014 08:04)

    Ich kenne die Geschichte in Form des amerik. Hot-Dog Verkäufers und seinem Sohn der BWL studierte und finde sie eine großartige Metapher dafür, wie unsere Einstellung unser Handeln und Tun beeinflusst. Witzigerweise habe ich sie selbst erst vor ein paar Tagen wieder erwähnt.

    Danke für diese nette Variante!

  • #3

    Anette weiß (Mittwoch, 09 April 2014 13:13)

    Hallo Marion,

    ich danke Dir für das Betreten des neuen Terrains - ich finde, Du machst Dich auch da ganz gut.
    Deinen Beitrag zur Blogparade be-senfe ich hier: -> http://blog.geldwert-finanz.de/vom-geld-glaubenssaetzen-und-kontostaenden-teil-i/

    GlG Anette

  • #4

    Cornelia (Montag, 14 April 2014 10:50)

    Eine wunderschöne Geschichte und so aktuell :-) Ich höre ständig: "Aber das ist ja die Realität!!!" und dann denke ich mir: "Ja deine, nicht meine" ;-)
    Im Alltag ist es oft nicht so leicht, sich nicht Ängste einreden zu lassen. Wie oft habe ich in der Vergangenheit mich selbst gebremst, nur weil ich gutgemeinte Ratschläge beachtet habe. Ich fühlte mich einfach nicht gut genug und hatte lange den Glaubenssatz in mir, dass die anderen es besser könnten.

    Gott sei Dank, durfte ich diese Denkweise überwinden :-)

    Alles Liebe
    Cornelia

Marion Lampert-Gruber

Paderborner Straße 6

32760 Detmold

05231 - 30 80 545

info@coaching-gruber.de

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